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(vgl. www.universes-in-universe.de/car/documenta/11)
"Ich bin für alle Formen offen, nur müssen sie einen Inhalt tragen. Es geht nicht um Malerei oder Video, sondern um die Klarheit des einzelnen Werks." - so formulierte es Okwui Enwezor, der künstlerische Leiter der Documenta11 in einem Interview mit dem "Spiegel" (vom 24.07.2000; in: Kunst und Unterricht, Heft 263, Juni 2002).
In diesem Sinne machten sich denn auch die Leistungskursschüler der MSS
des Faches Bildende Kunst auf eine Vielzahl von Eindrücken gefasst, als sie am 13.06.2002,
zwei Tage vor Schließung einer der bedeutendsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst,
in den Bus stiegen, der sie nach Kassel bringen sollte.
Was sie dort an den verschiedenen Ausstellungsorten. (Zu den traditionellen
Ausstellungsorten zählen das Fridericianum, die documenta-Halle, der Kulturbahnhof
und die Karlsaue, neu ist das Gelände der ehemaligen Brauerei hinzu gekommen.)
erwartete, war mehr als eine Retrospektive der Gegenwartskunst.
Bereits im Vorfeld hatten vier sog. "Plattformen" stattgefunden, die sich in einer Reihe von Diskussionen mit Fragen des Zusammenhangs zwischen Politik, Soziologie, geografischen Orten und Kunst auseinander setzten. Die fünfte Plattform, die Ausstellung selbst, stellte die Frage, ob und wie Positionen aus weit von der Kunst entfernten Diskursfeldern ästhetisch-künstlerisch fassbar sind. Dementsprechend war die Dokumenta11 politischer, aber auch menschlicher und vielfältiger, als man es im Allgemeinen erwartet hätte.
Für uns war sie einmal mehr Anlass zur Frage, was Kunst ist, was sie will, was sie soll.
Wodurch unterscheidet sich Vielfalt von Beliebigkeit, Inhalt von Effekt?
Ist ein Video, das die Tötung eines Menschen in slowmotion zeigt, Kunst oder Schaulust?
Wodurch gewinnt eine Discokugel eine Aussage jenseits der Banalität?
Das Ergebnis des Besuchs und unserer Gespräche ist zwiespältig wie die Kunst selbst und spiegelt sicherlich auch die Meinungen anderer: Einige fanden "viele Sachen unverständlich bzw. zu politisch oder einfach zu `anstrengend´" , anderen wurden neue Sichtweisen auf das Handeln der Menschen in ihrer Welt eröffnet: "(...)man (kann) ja fast alles, was Menschen machen, erschaffen, aufbauen, Kunst nennen (...), denn im Gegensatz zur Natur erzeugt der Mensch alles `künstlich´."
Allen aber erschien die Documenta11 "wie ein Fenster zu einer anderen Welt, durch das (man in) (...) einen fremden Raum sehen konnte." (Aussagen von Schülern nach dem Besuch)
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