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Das Volk Roma ist die internationale Bezeichnung für die Minderheiten des
"Zigeunervolkes" auf der Welt. Ihr Ursprungsland ist Indien. Sie haben
zahlreiche kulturelle Gemeinsamkeiten, aber sie unterscheiden sich teilweise in der
Nationalität. Vor ungefähr 600 Jahren kamen die ersten Roma nach Deutschland. Die erste
bekannte Quelle von Roma in Deutschland stammt aus dem Jahr 1417.
Die deutschen Roma lebten erst in Osteuropa und kamen um die Jahrhundertwende
als Gastarbeiter nach Deutschland und nach dem 2. Weltkrieg als Vertriebene zurück.
In Deutschland leben ca. 60 000 deutsche Sinti und 10 000 deutsche Roma.
"Zigeuner" ist für die in Deutschland lebenden Sinti (eine Gruppe, die
sich aus den Roma in Deutschland gebildet hat,) und Roma ein Schimpfwort.
Das Romanes hat sich zu einer eigenständigen Sprache entwickelt, die von den Sinti gesprochen wird. Die Kinder der Roma wachsen in Deutschland zweisprachig auf. Sie lernen Deutsch und Romanes. Romanes wurde immer mündlich weitergegeben. Die Sprache ist verwandt mit der altindischen sprache Sanskrit. Die Sprache wurde in die "Europäische Charta für Regional- oder Minderheitensprachen" aufgenommen.
Reinhold Lagrene: Sinti awen / Sinti kommt
Sinti awen, awen halauta! Mari jaag dschal winn!
Heiwenna gan gar gei well schiel?
Go ziero gei dazerammen kettne basch i jaag,
naschella lodes dele.
O schiel tschorcharelbes lokes ab mende glan.
Job kamell drenn an maro kji.
Denn garde! O schiel marel maro halautrengro
sintengro dschiepen.
But Sinti pazenpen prehades ohne pengere manuschende
ohne golle manuscha gei len datepen de achgunga denn.
Ohne golle manuscha gei len gowa emlogo drom
pallende
und noch glan lende hi ha men halauta.
Jon dschan kokres pengero drom Kokres an o schiel,
gei gek schiepen buta hi.
Dran gowa dass garde, da dschall mari jaag gar winn,
den schon raar chatschel mari jaag buda gar ha li moll
chatsches.
Jeu chatsches schon dur dele.
Dran gowa das siek mare manuschenge gohle:
Awen, awen halauta!
Rodas haulauta kettne gascht und krass menge pale i bari jaag.
Sinti kommt, kommt alle! Unser Feuer droht zu erlöschen.
Spürt ihr denn nicht, dass es kalt wird?
Die Zeit, da wir uns gemeinsam am Feuer wärmten, vergeht.
Und langsam schleicht die Kälte sich an uns heran.
Sie sucht Einlass in unser Herz. Gebt acht!
Die Kälte zerstört unser aller Sinti Leben.
Viele Sinti glauben sich geborgen ohne ihre Leute,
Ohne die Leute, die ihnen Wärme und Achtung wiedergeben,
Ohne die Leute, die den gleichen Weg hinter sich
Und noch vor sich haben, wie wir alle.
Sie gehen allein ihren Weg, allein in der Kälte,
Wo es kein Überleben mehr gibt.
Darum lasst uns Acht geben, dass unser Feuer nicht erlischt.
Denn es brennt schon lange nicht mehr, wie es einst brannte.
Beinahe abgebrannt ist es schon.
Deshalb lasst uns schnell unsere Leute rufen:
"Kommt, kommt alle!
lasst uns alle gemeinsam Holz suchen
Und wieder ein großes Feuer machen für uns alle!"
Fastnacht wird mit Verkleidungen und lustigen Bräuchen festlich begangen, hauptsächlich
die drei letzten Tage vor Aschermittwoch. Fastnacht ist ursprünglich ein Frühlingsfest,
das zur Vertreibung des Winters dient.
Tradition in Fastnacht oder Karneval ist die Umkehrung der etablierten Ordnung.
Durch Masken, Umzüge, Schaffung einer Gegenregierung, Ernennung eines Narren zum
"Karnevalskönig" werden bestimmte Personen verspottet.
Geschichte
Bis ins 14. Jahrhundert war Fastnacht bestimmt von den Reiterspielen der Adligen.
Dann begannen sich Masken durchzusetzen. Man wollte (im Mittelalter) vor der Fasten-
und Bußzeit nach einmal ganz ausgelassen feiern. Im Barock wurden an Fürstenhöfen
prächtige Kostümfeste gefeiert. Berühmt ist auch der Karneval in Venedig.
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