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Der Slogan könnte die Insel nicht treffender beschreiben;
traumhafte Strände, angenehm warme Temperaturen von Januar bis Dezember
und ein Hauch typisch mediterranen Flairs.
Ein Urlaubsziel für jedermann, insbesondere auch für begeisterte
Wassersportler -
und das inmitten des deutschen Atlantiks.
Der ein oder andere wird an dieser Stelle stocken und beginnen an seinen
geographischen Kenntnissen zu zweifeln - zu Recht.
Denn bei Santa Beach handelt es sich, so bedauerlich dies auch ist, um
einen fiktiven Ort,
der das Zentrum unseres Planspiels darstellte.
Doch beginnen wir einmal am Anfang des ganzen Projekts, und zwar am
Montag,
den 16.06.2008 um 9.00 Uhr im Business and Innovation Center, kurz
BIC,
in Kaiserslautern-Siegelbach.
Dort erwartete uns, jeweils 10 Schüler des Gymnasiums am Rittersberg,
der Berufsbildenden
Schule I und der Integrierten Gesamtschule Enkenbach, bereits Herr Dr.
Ralph Wiegland,
Geschäftsführer des BIC, der uns nach einer kurzen Begrüßung das
Programm der folgenden vier
Tage vorstellte und uns in einem zweistündigen Vortrag die Grundlagen
des Simulationsspiels,
das den Schwerpunkt unseres Wirkens darstellen sollte, erläuterte.
Der Zeitplan war straff kalkuliert, konzentriertes Arbeiten würde
Vorraussetzung sein,
das war uns nun bewusst; doch die Vorstellung, Besitzer eines fiktiven
Surfboardunternehmens
mit Vertriebsstandort auf einer visuellen Trauminsel hatte unseren
Enthusiasmus für das
Projekt geweckt - und in dem ein oder anderen schon wilde Fantasien über
mögliche
Unternehmensstrategien aufkommen lassen.
Doch bevor wir nun wirklich das Ansehen als Jungunternehmer genießen
durften, lag noch einiges
vor uns.
Es wurde bekannt gegeben, dass unser Markt sechs Teilnehmer
umfassen sollte;
jeder Betrieb verfügte folglich über fünf hochmotivierte angehende
Surfboardproduzenten.
Nach einer kleinen Stärkung in der Mittagspause galt es nun, ein Konzept
zu finden und einen
dementsprechenden Businessplan zu erstellen, mit dessen Hilfe es am
nächsten Morgen die
Kreditwürdigkeit des Unternehmens vor einem Bankangestellten zu beweisen
war. Die nötigen
Informationen hierzu bot das eigens erstellte fiktive Internet. Hier
zeigte sich schnell,
dass es alles andere als einfach war, die geplante Strategie in die Tat
umzusetzen,
und dem ein oder anderen wurde schon hier langsam aber sicher bewusst,
weshalb reale Hersteller
von Billigwaren die Produktion in Niedriglohnländern bevorzugen und
weshalb der Vertrieb zu
elitärer Produkte ein Unternehmen schnell in finanzielle Schwierigkeiten
stürzen kann.
Nach
vielen Proberechnungen und strapazierten Nerven beim Anblick manch
errechneter Ergebnisse,
die schnell einmal 75.000 Euro Verschuldung innerhalb von nur drei
Jahren aufwiesen, stand der Plan.
Wie schon erwähnt war es nun Aufgabe jedes Unternehmens, einen
Bankangestellten, zu unserem
Überraschen nicht gespielt, sondern von existierenden regionalen Banken
gesandt, von seiner
Geschäftsidee zu überzeugen, damit der lang erarbeitete Businessplan
nicht an einem verweigerten
Kredit scheitern sollte.
Nach erfolgreichem Lösen dieser Aufgabe stand der Gründung nun nichts
mehr im Wege,
und gespannt, was uns nun erwarten würde, starteten wir voller
Motivation in die erste Runde.
Die wirtschaftliche Lage zeigte sich von ihrer besten Seite und für uns
bedeutete dies,
jede Chance zu nutzen um das eigene Unternehmen wie vorgesehen auf dem
Markt zu positionieren.
Überzeugt von unserem Vorgehen erwarteten wir nun die Auswertung, die
uns alle erst einmal auf
den Boden der Tatsache zurückholte und uns zeigte, dass von 5000
erwarteten Surfern in der
Periode nicht jeder so investitionsfreudig ist, wie manch einer das
einkalkuliert hatte,
und möge man noch so gute Werbemaßnahmen und Entwicklungsbemühungen
ergriffen haben.
Mit neuer Strategie und Sanierungsplänen ging es nun auf in die zweite
Runde. Nun aber waren
wir uns der Tragweite jeder einzelnen Entscheidung bewusst und
Fehlkalkulationen - so etwas
würde es dieses Mal nicht mehr geben. Zu unterstützen schien uns hierbei
die wachsende
Weltwirtschaft. Doch bei der Auswertung der zweiten Periode am folgenden
Tag zeigte sich gleich,
dass sich die Entwicklung der Investitionen zum gegenteiligen Extrem
nicht unbedingt auszahlte
und so langsam begannen wir zu verstehen, dass mit viel Feingefühl und
einer geschulten Einschätzung
für das Verhalten der Marktteilnehmer ein "goldener Weg" gefunden werden
musste.
Doch kaum begannen wir uns dessen anzunähern und in der 3. Spielrunde,
mittlerweile Mittwoch,
unsere ersten positiven Zahlen zu schreiben, stellte sich das nächste
Problem: eine rückläufige
Wirtschaft, steigende Kosten und daraus folgende kaum vertretbare
Ausgaben für die Herstellung.
Erstaunlicherweise jedoch schafften wir es, unsere Ergebnisse im
positiven Bereich zu halten,
und war der Überschuss auch noch so gering, wir fühlten uns in unserem
in den letzten Tagen
erlernten Vorgehen bestätigt, und man könnte fast sagen, dass sich ein
kleines bisschen Stolz
in uns breitmachte.
Dass dies nur Vorbereitung auf Periode fünf war,
die nun den
kompletten wirtschaftlichen Super-GAU simulierte, ahnte zu diesem
Zeitpunkt noch niemand.
Doch von so was wollten wir uns jetzt auch nicht mehr unterkriegen
lassen, und mit
unternehmerischem Kampfgeist führten wir vage Kalkulationen durch, um
jegliche noch so
unentschieden wirkende Zahlen zu optimieren. Und siehe da, wir konnten
es selbst kaum glauben,
das Ergebnis war zufriedenstellend, wenn auch verhältnismäßig
bescheiden.
Damit das BIC
nicht seine Aufgabe verfehlte und uns von einer Unternehmensgründung
abschreckte,
spielten wir zum Abschluss noch eine Runde unter positiven
Gegebenheiten.
Auf die Auswertung dieser letzten Runde und einigen zusammenfassenden
Erkenntnissen,
die aus dem kompletten Spiel gezogen werden konnten, hatte nun jedes
Unternehmen die
Möglichkeit, über sich zu referieren - über die anfängliche
Unternehmensphilosophie sowie
deren Entwicklung, über wirtschaftliche Daten und - am Entscheidendsten -
über die Schlüsse,
die daraus gezogen werden konnten und den Lerneffekt.
Wie sich
herausstellte, konnte jeder
Teilnehmer von sich behaupten, seinen Wissensstand erweitert zu haben,
besonders in Bezug
auf marktwirtschaftliche Grundlagen, sowie darüber, was es bedeutet,
selbstständig zu sein.
Ich bin überzeugt davon, im Sinne aller Teilnehmer zu sprechen, wenn ich
sage, dass die
vier Tage im BIC erstaunlich schnell vorbei
gingen, was nicht zuletzt mit der ansprechenden
Gestaltung des Projekts und dem Engagement der Organisatoren
zusammenhängt.
Durch den
freundlichen Umgang, viele hilf- und lehrreiche Tipps sowie die
ansprechende Simulation
konnten wir uns von Anfang an mit dem täuschend echten Unternehmen
identifizieren, was dazu
führte, dass wir mit Leib und Seele und viel Enthusiasmus an dessen
wirtschaftlicher Entwicklung
arbeiteten.
Aus diesen Gründen empfinde ich es mehr als angemessen, an dieser Stelle
nochmals ein
herzliches Dankeschön von uns "Jungunternehmern" auszusprechen,
insbesondere an Herrn
Dr. Wiegland, Frau Kick und Frau Beck.
Danke aber auch an die betreuenden Lehrer, die uns ebenfalls tatkräftig
zur Seite standen
und uns erst die Möglichkeit gegeben haben, eine solche Erfahrung zu
machen und somit
viel für die Zukunft zu lernen.
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